04. Juli 2011

Vertrauen führt, wenn das Unsichere zu managen ist

findet Dan Ariely in seinem Harvard Business Manager Kommentar:

Es gibt "[..] zwei Möglichkeiten. Sie können mich entweder fragen, ob ich mit Ihnen kooperieren möchte, und mir per Handschlag versprechen, mich zu gegebener Zeit für meine Mühen zu entlohnen. Oder Sie können einen Vertrag vorbereiten, der meine Pflichten und Bezahlung genau regelt und spezifiziert, an wen das entstehende geistige Eigentum übergeht und so weiter. Es dürfte auf der Hand liegen, wofür sich die meisten von Ihnen lieber entscheiden würden. Und doch meint der überwiegende Teil der Geschäftsleute, der zweite Weg, einen kompletten Vertrag aufzusetzen, sei der eigentlich richtige im Wirtschaftsleben."

Ich kann Dan nur zustimmen:

"..vollständige Verträge haben ihre Tücken. Die Wirtschaft wird immer abhängiger davon, sich durch absurd detaillierte Regeln gegen alle Eventualitäten abzusichern - oft grenzt das Streben danach geradezu an Fetischismus."

Wer versucht, Unsicherheit mit Verträgen, Plänen und Tools wegzukalkulieren wird mit hoher Wahrscheinlichkeit nur Anreize für andere schaffen, die Lücken dieser Tools auszunutzen, statt sich auf das Wesentliche zu konzentrieren.

Wie Führungskräfte festen Boden gewinnen, wenn Unsicherheit und Risiko herrschen, zeige ich in meinem aktuellen Beitrag "Management des Ungewissen" in der Zeitschrift managerseminare.