08. August 2011
Führungskräfte binden Mitarbeiter, nicht Employer Branding
Immer, wenn es am Arbeitsmarkt eng wird, hören wir von allen Seiten: Nun kommt es auf Employer Branding und die Aufhebung der Beschränkungen zum Zuzug qualifizierter Arbeitskräfte an- vom entscheidenden Faktor, nämlich wie die Mitarbeiter geführt werden, hören wir nichts!
Nun beginnt der Schweinezyklus des Arbeitsmarktes von neuem: Die wirtschaftliche Lage lässt es zu, die Wechselphase beginnt– die Fluktuationsquote steigt. Dann wird gehandelt, mit Gehaltserhöhungen, variablen Vergütungsmodellen, neuen Titeln, Dienstwagen und Gummibaum im Büro. Dabei ließen sich Mitarbeiter leicht ans Unternehmen binden, finde ich: durch Haltung und Verhalten der direkten Führungskraft.
Unzufriedene Mitarbeiter verlassen Ihre Führungskraft und nicht das Unternehmen! Wie jede einzelne Führungskraft handelt - das macht zukünftig den Unterschied im Wettbewerb auf dem Arbeitsmarkt! Herausragende Mitarbeiter erreichen und halten Sie nicht mit Gehaltserhöhungen, neuen Titeln und Dienstwagen allein - vielmehr suchen diese Sinn und Haltung bei ihren Führungskräften.
Meine These ist: Fach- und Führungskräfte suchen sich ihren Arbeitgeber nach den Chancen der persönlichen Wirkung. Wer das nach außen verkaufen will, muss zunächst vor der eigenen Tür kehren. Es braucht auch intern Werte und eine Haltung der Führungskräfte, die durch Sinn und Zusammenhang motivieren, statt „von oben“ zu regieren.
Führungskräfte sind für Ihre Mitarbeiter da und nicht umgekehrt! Statt zu warten, dass Rahmenbedingungen und das ‚Employer Branding‘ erst verbessert werden. Also:
„Führungskräfte gebt ein persönliches Beispiel und nehmt Haltung an, wenn es um die Rekrutierung von Talenten geht, statt reflexartig nach Zuwanderungsgesetzen, Prämien oder Vergünstigungen zu fragen! “
