23. Januar 2012

Umfrage zum Burn Out Beitrag von Organisationen

Burn out hätte auch das Wort des Jahres 2011 werden können – jedenfalls wenn nur die einschlägige Wirtschaftspresse und Management Literatur ausgewertet worden wäre. 117.000.000 Einträge auf die Anfrage nach "burn out" im deutschsprachigen Google Verzeichnis sprechen da Bände und lassen schon vermuten, dass auf der Welle viele mitsurfen wollen. Da gibt es "Natur Nervennahrung" und ein deutsches Fakten, Fakten, Fakten Magazin bietet gar einen "burn out" Test online.…

"Burn out" eine sehr ernste Sache: Er wird lt. wikipedia in der „Internationalen Klassifikation der Erkrankungen“ als „Ausgebranntsein“ und „Zustand der totalen Erschöpfung“ erfasst. Da braucht es wirksame ärztliche und therapeutische Behandlung. 

Auch gute Führung und wirksames Management tragen erheblich dazu bei, wie es dem Team/ meinem Mitarbeiter geht.
Allerdings – und das ist ein weit verbreitetes Missverständnis – ist „burn out“ Prävention weniger eine Frage des zu korrigierenden persönlichen Verhaltens am Arbeitsplatz, sondern in erster Linie an die Organisation/ das Unternehmen.

Ich finde es nicht verantwortlich, wenn das wichtige Thema „burn out“ allein auf einer individualpsychologischen Ebene „abgehandelt“ wird. So würden Themen, die vor allem die Organisation auslöst und verantwortet an die einzelnen Personen „wegdelegiert“, und nicht auf die Suche gegangen, ob das Unternehmen selbst erschöpft oder ausgebrannt ist.

 Jedem Einzelnen, der/ die von der Erkrankung „burn out“ betroffen ist, muss durch professionelle Begleitung geholfen werden. Wenn aber im gleichen Moment nicht auch auf die Organisation, die Struktur, die Strategie, die Führung, die Anreize, die Ressourcenausstattung etc. geschaut wird, ist das schlechte Unternehmensführung!

Die Frage lautet also: Wie nah ist das Unternehmen am burn out?

P.S.: Ich bleibe im Thema weiter auf der Suche und habe deswegen eine kurze Umfrage gestartet. Bitte nehmen sie teil…