Karriere in unsicheren Zeiten

Gerade wenn die Zeiten unsicher sind, machen sich viele meiner Klienten Gedanken über ihre berufliche Entwicklung. Karrieremodelle und -pfade sind entweder aufgrund der ökonomischen Krise unterbrochen, oder gar ganz verloren gegangen (z.B. in Teilen der Finanzwirtschaft) oder die Klienten selbst sind „unzufrieden“ mit dem geplaten nächsten Karriereschritt.
In solchen Situationen rate ich zu einer stabilen Positionierung. Gerade, wenn die See mal stürmisch ist, braucht es einen verlässlichen Hafen, von dem aus man in See stechen kann.

Besonders bewährt hat sich dabei das Konzept des Karriereankers von Ed Schein, der das berufliche Selbstverständnis entwickeln hilft:
Was ist es, das unsere „Innere Karriere“ bestimmt, was sind Grundmotive, Werthaltungen und Fähigkeiten, die häufig in verborgener Art und Weise über die Richtung von Karriere bestimmen, die unseren Entscheidungen über Berufsrichtungen zugrunde liegen? Schein fand heraus, dass sich die verborgenen Muster der Karriereverläufe auf acht Grundorientierungen zurückführen lassen, die er „Karriereanker“ nannte:

  • FachkompetenzFührungsqualitäten
  • Autonomie/ Unabhängigkeit
  • Sicherheit/ Stabilität
  • unternehmerische Kreativität
  • Engagement für eine Sache/ Idee
  • (totale) Herausforderung
  • Integration verschiedener Lebensstile

Anstatt also heldenhaft und hektisch sein Profil in verschiedene Jobbörsen einzutragen, macht es zunächst viel Sinn, sich den eigenen Karriereanker in Verbindung mit dem bisher Geleisteten anzusehen und sich dann zu positionieren.
Was passt zu mir? Wo bin ich ein attraktiver Mitarbeiter?

Denn wenn der Kapitän sich über seine Kompetenzen klar, die Maschine generalüberholt und die Ladung gesichert ist, dann kann man den Bug getrost in den Wind drehen und das Schiff sicher durch den Sturm zum nächsten Zielhafen steuern.

 

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