neues Denken in Projekten tut not

Denn die Projektarbeit bleibt weit unter ihren Möglichkeiten! Projekte finden zunehmend kein Ende mehr und die Anzahl der Witze auf Kosten des Projektmanagements wächst stetig. Und das ist schade – denn ich bin davon überzeugt, dass Projektarbeit eine der effektivsten Möglichkeiten ist, um neue Ideen erfolgreich zu machen.

Projekte leiten – das kann ganz schön erfüllend sein: Freude bei der Arbeit, gute Ergebnisse in überschaubarer Zeit, das befriedigende Erlebnis, auch komplexe Probleme mit dem Projektteam gemeistert zu haben und auch die tägliche Nähe zu unvermeidlichen Engpässen, machen diese Aufgabe zu etwas ganz besonderem.

Nur, dass das den meisten Projektmanagern noch gar nicht aufgefallen ist. Denn sie müssen sich noch herumschlagen mit den liebgewordenen Tools der Vergangenheit und der noch liebgewordeneren Haltung dazu: Wasserfälle, Masterzertifikate, Planwirtschaft und Kontrolle bestimmen das Feld der Profession des Projektmanagements.
Aber zum Glück gibt es ja das agile Wunderding! Wer aber nun denkt, dass Whiteboards, Stand-Up-Meetings und Post-It-Zettel alles ändern, ist auf dem Holzweg.

Es gibt einen stetigen Zuwachs an Methoden im Projektmanagement, aber weiterhin einen Mangel an Haltung.

Seit über zwei Jahrzehnten bin ich jetzt schon ein Verfechter eines wachen, gelassenen Projektmanagements mit großem Repertoire und dessen minimalistischem Einsatz. Denn bei steigender Ungewissheit und Komplexität sind zertifizierte Vorgehensmodelle nicht mehr auf der Höhe der Zeit.

Ich finde: für erfolgreiche Projektarbeit ist Vernetzung wichtiger als der Wahrheitsanspruch eines Zertifikates.

Deshalb lade ich alle ein: lassen wir uns den Spaß nicht nehmen und entdecken das wirksame Projektmanagement wieder, das uns allen Freude macht.

 

 

  • Zum mittlerweile 3. barcamp, das ich mit meinen Freunden aus der Fachgruppe „Führung im Projekt“ der Deutschen Gesellschaft für Projektmanagement (GPM), diesmal am 27. September in Fulda, ausrichte.

 

 

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